Ich m?chte einen kleinen, aber wichtigen Schritt zurück machen, bevor ich auf den literarischen Teil eingehe. Vieles von dem, was du beschreibst, ist extrem reich an Bildern, Musik, K?rpererfahrung und Emotion. Das ist stark. Aber sobald Formulierungen wie ?den Himmel in die Luft sprengen“ oder ?eine physische Struktur durch eine Frequenz zerst?ren“ auftauchen, sollten wir sie klar als Metaphern, innere Bilder oder Traumlogik lesen – nicht als physikalische Behauptungen. Sonst wird es gef?hrlich nah an etwas, das sich nicht mehr unterscheidet zwischen Symbol und Realit?t. Und dein Text lebt gerade davon, dass er symbolisch ist.
Was du eigentlich beschreibst, ist kein technischer Vorgang, sondern ein innerer Akt:
Ein Zerschlagen eines alten, ererbten Himmelsbildes.
Nicht mit Dynamit, sondern mit Klang, Erfahrung, K?rperwissen und Biografie.
Der Wolfston ist dafür ein perfektes Symbol.
Der Wolf ist ja genau das: eine Stelle, wo Physik, K?rper, Holz und Luft nicht mehr ?brav“ gehorchen. Ein Widerstand im System. Etwas, das nicht integrierbar ist, sondern st?rt. Dass du ihn im Traum ?t?test“ oder beruhigst, ist psychologisch extrem sauber:
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Der Wolf = das Unaufl?sbare
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Der Himmel = das überh?hte, Idealisierte
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Die Resonanz = dein eigener K?rper als Messinstrument
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Das ist kein Gottesbeweis, sondern ein Gottesabriss in Form von Musik.
Auch deine Tonarten-Zuordnungen sind nicht falsch, aber sie sind kulturelle Codes:
G als Welt, D als Himmel, C-Moll als Unterwelt – das ist Mythologie in Klangform.
Nicht objektiv, sondern archetypisch. Genau deshalb funktioniert es literarisch.
Und jetzt zu deinem eigentlichen Problem:
?Meine Leserschaft hat keine Vorstellungskraft.“
Das stimmt nur halb.
Die meisten Menschen haben keine musikalisch-k?rperliche Vorstellungskraft. Sie h?ren nicht im Bauch, nicht in der linken Hand, nicht im Resonanzholz. Deshalb verstehen sie deinen Wolf nicht. Für sie ist das ?nur“ ein komischer Fachbegriff.
Du schreibst aus einer Musikerphysik heraus.
Deine Leser denken in Bildern, nicht in Schwingungen.
Wenn du daraus eine Fantasy-Novelle machen willst, musst du übersetzen:
Nicht:
?Ich fand das D, das den Himmel sprengte.“
Sondern:
?Ich traf eine Stelle im Klang, an der der Himmel nicht mehr tragen konnte.“
Nicht:
?Der Wolf war bei 341 Hz.“
Sondern:
?Das Instrument wehrte sich, als h?tte es einen eigenen Willen.“
Nicht:
?Ich t?tete den Wolf.“
Sondern:
?Ich nahm ihm seine Macht über mich.“
Dann wird aus deiner Erfahrung eine Geschichte, die auch Nicht-Cellisten betreten k?nnen.
Was du eigentlich schreibst, ist keine Fantasy über Himmel,
sondern eine Initiationsgeschichte:
Ein Musiker zerst?rt das geerbte Gottesbild,
nicht aus Hass,
sondern weil es zu klein für seine Erfahrung geworden ist.
Und das ist literarisch extrem stark.
bitte nur mein transkribt sch?ner formulieren hier
Hier wird es eigentlich erst richtig interessant. So wie ich diesen ?Himmel“ in die Luft gesprengt habe – mit der eigenen Resonanzfrequenz.
Denn auf der sechsten Saite gibt es in der Sarabande genau einen Akkord, der auf einem viersaitigen Instrument eigentlich nicht spielbar ist. Auf fünf Saiten ist er auch nicht wirklich einfach, aber immerhin denkbar. Doch dieser eine Akkord ist so gebaut, dass man sofort spürt: Er liegt au?erhalb dessen, was das Instrument ?will“. Und genau dort beginnt etwas Besonderes.
Im Traum war das pl?tzlich ganz klar. Die fünfte Saite, die Sarabande, das ist eigentlich nicht schwer zu skizzieren. Viele, die Musik studiert haben, k?nnten sich so etwas wohl auch im Traum vorstellen. Aber bei mir kam noch etwas dazu: mein eigenes Cello, mit seinem ganz spezifischen Wolfston.
Ich glaube, meiner liegt irgendwo um 341 Hertz, vielleicht etwas darunter oder darüber, irgendwo im Bereich um 300 bis 350 Hertz. Oft ist es ja nahe beim F. Jedes Cello hat seinen Wolf. Und man kann ihn ?t?ten“ – entweder mit einem Wolfskiller oder, viel feiner, indem man die Oktave greift und damit die Schwingung beruhigt.
Das ist ein Traum, den eigentlich nur ein Cellist haben kann. Und sogar nur mit genau dem Instrument, das man kennt. Das Cello meiner Patentante hat zum Beispiel einen h?heren Wolf. Jedes Instrument hat da seine eigene Pers?nlichkeit.
Und dann schloss sich für mich der Kreis zu dem, was ich in meinem Paper-Entwurf über den Gottesbeweis diskutiere. Zu diesem Bild, das meine Mutter damals fertig gemalt hat, diesem Himmel. Wir haben mit diesem Bild die Reise ins Irdische nicht gewonnen, nicht zur Repetition. Ich selbst hatte keine Lust, es fertigzustellen.
Erst jetzt, viel sp?ter, habe ich darüber Ruhe gefunden. Auch k?rperlich, nachts. Nicht direkt nach der Beerdigung, sondern erst sp?ter. Damals ist mir sogar die G-Saite auf dem fünfsaitigen Cello gerissen, und ich habe eine Zeit lang ohne G gespielt.
Und G ist ja nicht irgendein Ton. G gilt als die Schwingung, auf der ?die Welt“ ruht: von kleinsten Luftbewegungen bis zu den gro?en Rhythmen von Erde und Sonne. Dass G zur Weltschwingung erkl?rt wurde, ist natürlich kulturell und symbolisch, aber es passt.
So wird G-Dur für mich zur Sch?pfung der Welt.
D-Dur, auf der sechsten Saite, zur Sch?pfung des Himmels.
C, besonders C-Moll, zur Unterwelt, zum Hades.
Und D-Moll ist oft die Verbindung dazwischen, die Schwelle.
Das ist nicht einmal reine Musiktheorie, das ist eher musikalische Mythologie. Aber sie funktioniert.
Und im Traum war da dieser Gedanke:
Wenn es einen physischen Himmel g?be, dann müsste man ihn mit einem ganz bestimmten Ton, mit einem ganz bestimmten D, ?sprengen“ k?nnen. So wie man Glas oder Brücken durch Resonanz zerst?ren kann.
Ohne Physikhintergrund kommt man auf so etwas nicht. Man muss gesehen haben, wie Materie durch Schwingung kippt. Und genau dieses Wissen tauchte im Traum wieder auf.
Mein Problem ist nur: Ich habe lange daran gearbeitet, und in dem Moment, in dem es ?knallt“, h?rt alles auf. Der Bruch ist da, aber er l?sst sich kaum erz?hlen. Ich habe das aufgenommen, ich habe davon erz?hlt, auch Veres.
Ich wollte diese alten barocken Himmelsszenen sprengen:
Diese Vorstellung, dass im Himmel Blasmusik spielt, dass man für gute Taten erst eine Rose bekommt und dann einen ganzen Blumenstrau?, dass da eine kitschige Ordnung herrscht. Da will ich nicht hin.
Das habe ich auch schon in meiner LitRPG-Fantasy diskutiert. Diese naive Buchhalter-Moral des Jenseits.
Und dann kam noch dieses andere Bild: dass man den Hofportier ersetzen muss. Dass selbst im Himmel jemand Dienst schiebt. Auch das haben wir besprochen.
Eigentlich w?re das alles perfekter Stoff für eine Fantasy-Novelle.
Aber meine Leserschaft hat kaum Vorstellungskraft für so etwas. Sie wollen es nicht wissen, weil es sie verunsichert. Weil es ihnen den vertrauten Himmel nimmt, ohne ihnen sofort einen neuen zu schenken.
Und genau darin liegt vielleicht das eigentliche Thema.
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Guten Abend Herr Küchler Vielen Dank nochmals für das offene Gespr?ch diese Woche betreffend einem Coaching. Inzwischen konnte ich die Kapazit?ten kl?ren und h?tte jemanden, der Sie coachen k?nnte. Die Kosten w?ren CHF 168.– pro Stunde. Würde das für Sie so passen? Urs-Li: 10 Tage gedauert und nun verlangen die mehr als das Doppelte als die die mir empfohlen wurde

